How Breath Influences Metabolism

Dein Atem als stiller Verbündeter – wirkungsvoll, natürlich. Für mehr Energie, Klarheit und innere Stabilität bei Hashimoto

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Schilddrüse angreift. Im Laufe der Zeit führt dies zu einer Unterfunktion – einer Hypothyreose. Zu den Symptomen zählen anhaltende Erschöpfung, Gehirnnebel, Schwierigkeiten beim Abnehmen, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, dünner werdendes Haar und Stimmungsschwankungen. Auch wenn Schilddrüsenhormone den Hormonspiegel im Blut regulieren können, kämpfen viele Betroffene weiterhin mit Symptomen, die ihre Lebensqualität und Vitalität im Alltag beeinträchtigen.

Dies kann verschiedene Gründe haben, wie z.B. die individuelle Reaktion auf das Medikament, andere begleitende Erkrankungen oder die nicht vollständige Wiederherstellung der normalen Stoffwechselfunktion.

Hashimoto ist nicht heilbar – doch das bedeutet nicht, dass man seiner Gesundheit hilflos ausgeliefert ist. Anpassungen im Lebensstil und ein Bewusstsein dafür entwickeln was einem guttut sind dabei wichtige Pfeiler. In diesem Artikel möchte ich den Einfluss und Funktion der Atmung beleuchten. Atemarbeit bietet eine sanfte, natürliche Möglichkeit, den Körper in seiner Regulation zu unterstützen. Sie ersetzt keine medizinische Therapie, aber sie kann ein fehlendes Puzzlestück sein – hin zu mehr Energie, innerer Ruhe und besserem Stoffwechsel.

🌬️ Stille Kraft: Wie die Atmung einen verlangsamten Stoffwechsel unterstützen kann

Vielleicht machst du alles „richtig“ – folgst deiner Behandlung, ernährst dich ausgewogen, kümmerst dich um dich – und fühlVielleicht machst du alles „richtig“ – folgst deiner Behandlung, ernährst dich ausgewogen, kümmerst dich um dich – und fühlst dich trotzdem energielos, blockiert oder innerlich abgeschnitten. Genau hier kann die Atmung sanfte, aber tiefgreifende Unterstützung bieten.

In meiner Arbeit bei Arogya begegne ich häufig Menschen mit flacher, angespannter Atmung, denen der Zugang zur Bauchatmung schwerfällt. Diese oft unbewussten Muster spiegeln ein Nervensystem wider, das im Stressmodus festsitzt – und können langfristig Vitalität und Stoffwechselbalance subtil untergraben.

Dein Atem, deine Schilddrüse und dein Stoffwechsel sind auf mehreren Ebenen miteinander verbunden. Chronischer Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, erhöht den Cortisolspiegel – und beeinflusst damit auch die Umwandlung von Schilddrüsenhormonen. Gleichzeitig verändert sich die Atmung: Statt eines ruhigen Atemflusses dominiert Überatmung – zu viel Einatmen, zu wenig Ausatmen. Der CO₂-Gehalt im Blut sinkt, was paradoxerweise die Sauerstoffversorgung deiner Zellen erschwert (Bohr-Effekt). Du atmest also mehr – und fühlst dich trotzdem energielos.

Langsame Bauchatmung (Zwerchfellatmung) verbessert das Gleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut und unterstützt die Zellatmung – den Prozess, durch den deine Zellen Energie erzeugen. Bessere Atmung bedeutet oft mehr Energie, mehr Klarheit, mehr innere Stabilität.

Diese ruhige, geregelte Atmung aktiviert zudem den Vagusnerv und verbessert die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – ein Marker für die Widerstandskraft deines Nervensystems. Schon mal von HRV gehört oder mit einem Wearable gemessen? Sie kann dir wertvolle Hinweise geben, wie dein Körper mit Stress umgeht – und wie gut du dich erholst. Eine höhere HRV wird mit besserer Stoffwechselflexibilität, emotionaler Ausgeglichenheit und Anpassungsfähigkeit in Verbindung gebracht.

Robin L. Rothenbergs Buch Restoring Prana zeigt eindrücklich, wie dysfunktionale Atemmuster – wie Überatmung oder Atempausen – den CO₂-Gehalt senken, die Sauerstoffverwertung stören und das physiologische Gleichgewicht belasten. Für Menschen mit autoimmunbedingter Erschöpfung wie bei Hashimoto kann das besonders herausfordernd sein.

Atemarbeit unterstützt auf natürliche Weise:

  • Einen stabileren Stoffwechsel
  • Eine bessere Nährstoffverwertung zur Energiegewinnung
  • Innere Ruhe und gesteigerte Konzentration
  • Hormonbalance über den Vagusnerv

Merke: Langsames, bewussteres Atmen kann diesen Kreislauf unterbrechen. Es hilft dem Körper, in einen parasympathischen Zustand zu wechseln, fördert die Zellatmung und wirkt regulierend auf viele Prozesse, die bei Hashimoto aus dem Gleichgewicht geraten.

Doch wichtig ist: Eine einzelne Atemübung reicht nicht. Erst durch regelmäßige Praxis entfaltet sich die volle Wirkung – vergleichbar mit dem Training eines Muskels oder dem Aufbau neuer Nervenverbindungen.

🌼 Einfache Atemübungen geeignet bei Hashimoto, mit denen du heute beginnen kannst

Diese Übungen sind sanft, leicht zugänglich und sicher, selbst wenn du dich sehr müde fühlst:

  • Atme sanft durch die Nase ein
  • Atme langsam durch die gespitzten Lippen aus
  • Lass den Bauch sich heben und senken

Nadi Shodhana (Wechselatmung)

  • sorgt für einen klaren Kopf, verbessert die Konzentrationsfähigkeit, fördert emotionale Ausgeglichenheit und wirkt beruhigend auf das Nervensystem.
  • Anleitung siehe Youtube Video (Englisch)

Regelmäßigkeit ist wichtig. Wenn du täglich 5–10 Minuten übst, kannst du mit der Zeit bedeutende Veränderungen erzielen.

📱 Hilfsmittel für die Praxis: Geführte Frequenzatmung

Resonanzfrequenzatmung hilft dabei, einen gleichmäßigen, langsamen Atemrhythmus zu finden – normalerweise zwischen 4,5 und 6 Atemzügen pro Minute. Dieses Tempo verbessert die HRV (Herzfrequenzvariabilität), den Vagustonus und das Sauerstoff-CO₂-Gleichgewicht.

Sowohl längere Ausatmungen als auch ausgeglichene Ein- und Ausatmungszyklen sind vorteilhaft. Längere Ausatmungen beruhigen das Nervensystem, ein ausgeglichener Rhythmus fördert Entspannung und hilft, Emotionen zu verarbeiten. Probier ein paar Muster für 15–20 Minuten aus und bleib bei dem, was dir ein geerdetes Gefühl gibt.

Empfehlenswert:

  • 5.5 Breathing auf YouTube
  • The Breathing App – visuelle/akustische Hinweise für die Frequenzatmung
  • Yudemon HRV App – leitet die Atmung an und misst die HRV

⌚ Biofeedback: Überwache deine Fortschritte

Mit Geräten wie OuraApple Watch und Fitbit kannst du deine HRV und Atemtendenzen verfolgen. Diese Geräte sind zwar nicht immer 100 % genau, können aber im Laufe der Zeit nützliche Erkenntnisse und Trends liefern – sie bieten eher eine hilfreiche Orientierung als eine präzise Diagnose.

Vorteile:

  • Visualisiere deine Fortschritte
  • Bleibe konsequent und steigere deine Motivation durch messbare Veränderungen
  • Passe deine Übungen an deine physiologische Reaktion an

⚠️ Kontraindikationen, Sicherheit und professionelle Anleitung

  • Vermeide Atem anhalten oder starkes Pranayama in den frühen Stadien von Fatigue oder chronischen Erkrankungen
  • Konzentriere dich auf sanfte, nasale, diaphragmatische Atmung
  • Unterbrich die Übung oder passe sie an, wenn Schwindel oder Unwohlsein auftreten

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jede Art von Atemarbeit für Menschen mit Hashimoto oder chronischer Müdigkeit geeignet ist. Die hier empfohlenen Übungen sind sanft, schonend und diaphragmatisch. Viele moderne Atemtechniken verwenden intensive, kraftvolle Atemtechniken, die das System überreizen können – diese sind in diesem Zusammenhang nicht geeignet.

Wenn du dir nicht sicher bist, wo du anfangen sollst, oder Probleme mit deinen Atemmustern hast, solltest du dich am besten an einen qualifizierten Atemtherapeuten oder Yogatherapeuten wenden. Nicht alle Atemtherapeuten sind für die Arbeit mit chronischen Erkrankungen ausgebildet. Vergewissere dich daher vor Beginn eines begleiteten Programms, dass sie über die entsprechenden Fachkenntnisse verfügen.

Sprich immer mit deinem Arzt, wenn du spezielle Bedenken hast.

🌿 Wähle deinen Weg zur Unterstützung

Bei Arogya kannst du die ganzheitliche Betreuungsoption wählen, die am besten zu deinen Bedürfnissen passt.

  • 🧘‍♀️ Yoga-Therapie-Paket
  • 🌬️ Atemcoaching-Paket
  • 💠 Ganzheitliches Gesundheitscoaching
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🧡 Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Melde dich bei mir – ich helfe dir, das richtige Angebot für deine aktuellen Bedürfnisse und dein Energieniveau zu finden.

🌿 Verbinde dich mit deinem Atem

Dein Atem ist mehr als ein Reflex – er ist ein direkter Zugang zu deinem Nervensystem, deiner Energie und inneren Balance. Indem du ihn bewusster gestaltest, stärkst du deine Selbstregulation – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Fang an, dir zuzuhören – dein Atem kennt den Weg.

Atemzug für Atemzug kommst du zu dir selbst zurück.

Referenzen

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